30 Jahre LBV-Kreisgruppe Bad Tölz - Wolfratshausen

Eine Chronologie

1970

Der Kampf um die letzte natürliche Flussseeschwalben-Kolonie beginnt mit einem Restbestand von sieben Brutpaaren in der Pupplinger Au. Die Überwachung der Brutgebiete ist gegen die vielen Besucher im Naturschutzgebiet ein schwieriges Unterfangen.

1971

Beginn der Bewachung der Seeschwalben-Brutplätze auf  den Vogelinseln.

1973 -1975

Nach der Gründung  der LBV-Kreisgruppe im Jahre 1973 durch Heri Zintl aus Lenggries, Günther Kellerer und Willy Petz aus Wolfratshausen konnten neue Bewacher gewonnen werden. Auch der heutige Landrat Manfred Nagler leistete einen Tag Bewachungsdienst. Durch die Bewachung zählt die Seeschwalben-Kolonie in der Pupplinger Au 1975  wieder 15 Paare. Die LBV-Kreisgruppe erhält für diesen Erfolg 1978 einen Ersten Preis der Bayerischen Landesbausparkasse.

1976

Aufgrund fehlender Geschiebe-Dynamik wachsen die Vogelinseln zu und müssen von Weiden befreit werden. Flussseeschwalbe, Flussregenpfeifer und –uferläufer brauchen möglichst freie Rundumsicht in ihren Brutrevieren.

Die Markierung der Pupplinger Vogelinseln soll auf die Brutgebiete und das bestehende Betretungsverbot aufmerksam machen.

LBV-Kreisgruppe kauft vom Kloster Benediktbeuern den Ochsensitz und einige angrenzende Flächen von Landwirten und sichert damit die Kernfläche der Loisach-Kochelsee-Moore in ihrem Urzustand.

1982-1984

Die Seeschwalben haben keinen Bruterfolg mehr und verschwinden 1982. 1983 konnte ihnen mit einem Nistfloß im Ickinger Eisweiher geholfen werden. 1984 brüten auf dem Ersatzbiotop „Floß“ wieder zehn Paare erfolgreich.

ab 1979

Vorstellung umfangreicher LBV-Management-Maßnahmen zur Rettung des Isar-Ökosystems, z.B. das Projekt „Kiestrift durch den Tölzer Stausee“. 1987 wird erstmals von der Flussmeisterstelle eine alte Steinwurf-Verbauung beseitigt. Die Stadtwerke Bad Tölz bereiten zur selben Zeit den Stausee für die Kiestrift vor.

Am Ickinger Eisweiher steigt die Zahl der Seeschwalben auf über 20 Brutpaare. Es müssen mehrmals größere Flöße gebaut werden. An der Isar sind zwei sogenannte Ranger im Einsatz.

1987

Wir verankern in der Bucht von St. Heinrich im Starnberger See ein Versuchsnistfloß. Dieses Floß bildete den Anfang einer beispiellosen Entwicklung hin zu Bayerns größter und erfolgreichster Flussseeschwalben-Kolonie. Unser Jahre langer LBV-Einsatz für die Flussseeschwalbe wurde mit einer Goldmedaille der Kosmos-Gesellschaft geehrt.

1970er und 1980er Jahre

Die Zahl der Gänsesäger-Bruten steigt nach dem Aufhängen von Nistkasten ab 1970 deutlich an. Anfang der 80er Jahre breitet sich diese Vogelart auch Richtung München aus. Der vom Bezirksfischereiverein Bad Tölz gestellte Antrag auf Abschuss wird vom Landratsamt abgewiesen.  Ende der 80er Jahre wird auf die Anbringung von Nisthilfen verzichtet.

ab 1980

Die Kreisgruppe organisiert Informationsstände und Sommerfeste und beteiligt sich an Christkindlmärkten, baut Eisvogelwände und legt am Haarschwaiger Isarhang mehrere Kleingewässer für Laubfrösche an.

1992

Gründung der LBV-Ortsgruppe Lenggries:

1. Vorsitzender Jürgen Gürtler, Lenggries

1996

Anmietung eines Büros als Kreisgeschäftsstelle in der Bahnhofstr. 16 in Wolfratshausen. Bis dahin wurde die Geschäftsstelle von Gaby Jochums in ihrer Wohnung geleitet.

1996

Erstmalige Einstellung einer Fachkraft; Dipl.-Biologin Martina Braun wird Leiterin der Kreisgeschäftsstelle. 2001 wird Birgit Reif, Forstingenieurin, die Nachfolgerin. Ab Januar 2003 arbeitet Frau Reif auch als Gebietsbetreuerin für den nördlichen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. 2002 Einstellung von Frau Sigrid Händel als Bürokraft.

 

Die Chronologie wird noch fortgesetzt.

   

Gruppenbild mit Ludwig Sothmann von der LBV-Geburtstagsfeier (Foto: G. Erl)
Gruppenbild mit Ludwig Sothmann von der LBV-Geburtstagsfeier  (Foto: G. Erl)
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