Auffang- und Pflegestation für Greifvögel und Eulen

 

Unsere Kreisgruppe arbeitet eng mit der Auffang- und Pflegestation von Alfred Aigner zusammen. Bei ihm wurden schon zahlreiche unserer gefiederten Patienten gesund gepflegt. Deshalb möchten wir die Auffang- und Pflegestation im Folgenden vorstellen:
 

Alfred Aigner

Eichenhausener Straße 16

82054 Sauerlach

Telefon     +49 (0) 81 04 / 96 36

Mobil         +49 (0) 170 / 4 40 55 86

 

Diashow

Die in der Diashow gezeigten Fotos sind von Marcus Grossmann
Die in der Diashow gezeigten Fotos sind von Marcus Grossmann

  

Verletzte Greifvögel und Eulen gesund pflegen - helfen Sie mit!

An vom Menschen in die Natur eingebrachten Gefahrenquellen verletzen sich jedes Jahr viele Vögel oder kommen zu Tode. Bis zu 100 Vögel werden jedes Jahr in der Station aufgenommen.

Die Station liegt zwischen Otterfing und Wettlkam. Das Gebäude ist ca. 260 m² groß. Darin befinden sich 12 Volieren, 1 Großvoliere und 6 Krankenboxen.

Die Patienten können so, ihren Verletzungen und Ansprüchen entsprechend, untergebracht und versorgt werden.

 

Durch die Zusammenarbeit mit der tierärztlichen Fachpraxis für Vögel von Dr. med. vet. Heike Reball http://www.vogeltierarzt-reball.de/, ist es möglich auch schwere Verletzungen, wie z. B. Knochenbrüche, erfolgreich zu behandeln. Allerdings kann nicht jeder Vogel gerettet werden. So kann es machmal auch notwendig werden, das Leiden zu beenden.

 

Ziel ist in jedem Fall die Rückführung in die Natur, dem Vogel quasi eine zweite Chance zu geben. Die kann er realistisch gesehen aber nur nützen, wenn er wieder “top fit” ist.

Viele Patienten werden im Lauf eines Jahres in der Station aufgenommen.

Die häufigsten Gründe für ihre Verletzungen kann man mit den so genannten “6 S” zusammenfassen. Diese sind, nach Häufigkeit geordnet:

  1. Straßenverkehr
  2. Schienenverkehr
  3. Stromleitungen
  4. Sendeeinrichtungen
  5. Scheiben
  6. Stacheldraht

Von diesen Gefahrenquellen ist allein der Straßen- und Schienenverkehr für 50% der Verletzungen verantwortlich.

 

Die Verletzungen die sich die Vögel dabei zuziehen sind vielfältig.

  • Knochenbrüche
  • Gehirnerschütterung
  • Flughautriss
  • Federnbruch
  • Fleischwunden
  • Blutergüsse

Dazu kommen bei strengen Wintern mit geschlossener Schneedecke noch Patienten mit Unterernährung. Sie werden mit speziell zubereiteter Nahrung wieder an die normale Nahrungsaufnahme herangeführt.

 

Weitere Gefährdungen bestehen durch Insektizide und Pestizide. Sie reichern sich in den Körpern der Vögel an, da diese am Ende der Nahrungskette stehen. Die Folge sind dünnwandige Eier und ausbleibender Bruterfolg. Diese Gefahr nimmt jedoch nach und nach ab.

 

Leider werden Greifvögel auch gezielt verfolgt, etwa durch Abschuss, Zerstörung der Horste und auslegen von vergifteten Ködern. Das sind Straftaten, denn die Greifvögel sind ganzjährig geschützt.

 

In der Landwirtschaft kann es vorkommen, dass bei den wiederkehrenden Mäusegradationen die Nager mit Giftköder bekämpft werden, was dann auch zum Tod von Greifvögel und Eulen führt, wenn sie die verendeten Mäuse fressen.

 

Gesamtaufstellung der im Jahr 2015 aufgenommenen Vögel

Gesamtaufstellung der im Jahr 2016 aufgenommenen Vögel

Gesamtaufstellung der im Jahr 2017 aufgenommenen Vögel

 

Presseberichte

 

Persönliches und Geschichtliches von Alfred Aigner

Ich betreibe seit 35 Jahren eine Auffangstation, erst in Arget, dann in Otterfing in einer umgebauten Scheune und dann in der neuen Station nahe Otterfing. Seit 1993 auch in Kleineichenhausen.

Ich habe die Jäger- und Falknerprüfung und besitze die notwendigen medizinischen Grundkenntnisse für die Versorgung der Vögel.

Die Führung der Auffangstation ist nur mit großem Idealismus und großem Zeit- sowie Kostenaufwand möglich. Die übers Jahr anfallenden Fahrt-, Behandlungs- und Futterkosten übersteigen den gewährten Betriebskostenzuschuss der Station durch die Sparkasse Miesbach/Tegernsee,  den Tierschutzverein Holzkirchen und die Gemeinde Otterfing, erheblich. Nicht nur die Patienten müssen versorgt werden, auch die Station selbst muss instandgehalten werden.

 

Aber allein eine erfolgreiche Auswilderung, wie z. B. die des Schlangenadlers, ist immer wieder Motivation für das Engagement zum Schutz der Greifvögel und Eulen.

 

Um das alles auch in Zukunft leisten zu können, ist jede Unterstützung durch eine Spende willkommen.

Für Langzeitpatienten besteht auch die Möglichkeit einer Patenschaft.

 

Vielen Dank!

Alfred Aigner

 

Spende für die Auffang- und Pflegestation

Ihre Spende wird verwendet für Medikamente, Futter, Tierarzt und Instandhaltung der Volieren. VIELEN DANK!

 

Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee

IBAN:  DE23 7115 2570 0000 3700 15

BIC:    BYLADEM1MIB

 

Kennwort: Spende Greifvogelstation


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(Foto: Georg Dorff)
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