Vogelklappe an der Station

Auffang- und Pflegestation von Alfred Aigner in neuem Gewand

Seit 2018 gibt es eine wichtige Neuerung in der Station.

Am Eingang ist jetzt eine Vogelklappe aufgestellt und eine neue große Tafel mit Logo wurde angebracht. In dem Zusammenhang wurde von der Gemeinde auch eine Adresse zugeteilt. Sie lautet:

 

83624 Otterfing, Wettlkamer Weg 2
  

Tafel mit Logo (Foto: Hans Buxbaum)
Tafel mit Logo (Foto: Hans Buxbaum)
Vogelklappe (Foto: Hans Buxbaum)
Vogelklappe (Foto: Hans Buxbaum)
geöffnete Vogelklappe (Foto: H. Buxbaum)
geöffnete Vogelklappe (Foto: H. Buxbaum)
Bussard in Vogelklappe (Foto: H. Buxbaum)
Bussard in Vogelklappe (Foto: H. Buxbaum)

  
Die Vogelklappe ist gut isoliert und der Vogel sitzt hier stressfrei drinnen.

Vogelpatienten können in einem Karton oder auch ohne abgegeben werden.

 

Die Vogelklappe wird täglich kontrolliert. Wichtig ist eine Aufnahmebescheinigung auszufüllen. Vordrucke liegen in einer Tasche an der Innenseite der Türe. Sie dienen als Herkunftsnachweis für die Berichterstattung an das LRA. Außerdem können Details zu den Fundumständen und dem Genesungsverlauf mit dem Finder telefonisch besprochen werden.

In diesem Jahr wurden allein bis Ende August 89 Greifvögel und 12 Eulen/Käuze behandelt mit den verschiedensten Symptomen wie Knochenbruch, Prellung, Parasiten, Schädeltrauma, Gefiederschaden, Fleischwunde, abgehungert, dehydriert, usw.

Heuer befand sich auch eine Rarität, ein Schwarzstorch, in Behandlung.

 

Jedes Jahr sind auch immer wieder Wanderfalken aus der Großstadt München dabei. Aktuell gibt es in München 7 Brutpaare. Sie werden durch spezielle Horstplattformen regelrecht angelockt, um so den Taubenbestand auf natürliche Weise zu regulieren.
  

Ende Mai kam es zu folgendem Vorfall:

Im Turm der Landesschule für Körperbehinderte brütet seit Jahren ein Wanderfalkenpaar. Ein Jungvogel der Brut hatte heuer einen unglücklichen Erstflug aus dem 30 m hohen Turm hingelegt. Er landete auf dem Fahrradweg und hatte sich dabei den Flügel leicht angeknackst. Die Altvögel trauen sich bei dem ständigen Verkehr in solchen Fällen nicht mehr zu ihrem Nachwuchs um ihn zu füttern. Gott sei Dank wurde er von einer beherzten Passantin aufgenommen. Sie hat auch gleich einen Karton bei Anwohnern organisiert und ihn in die Auffangstation gebracht. Dort wurde der Flügel stabilisiert und zur Atzung Kalk zugegeben um die Knochenheilung zu unterstützen. Nach kurzer zehntägiger Genesung wurde der junge Wanderfalke wieder in den Horst zurückgebracht. Dadurch konnte er doch noch die für ihn so wichtige Bettelflugphase mitmachen, in der er das perfekte Fliegen und Jagen von seinen Eltern erlernt.

Der junge Wanderfalke (Foto: Petra Schramböhmer / Finderin)
Der junge Wanderfalke (Foto: Petra Schramböhmer / Finderin)
Turm mit Horstplattform und Altvogel auf der Spitze (Foto: Petra Schramböhmer)
Turm mit Horstplattform und Altvogel auf der Spitze (Foto: Petra Schramböhmer)
© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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(Foto: Georg Dorff)
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Vogelklappe an der Auffang- und Pflegestation

 

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