Kinder - Kunst - Natur

Veranstaltungsreihe für Kinder im LBV

Mit der Überlegung, Kunst und Natur für Kinder zu verbinden, entwickelten Kathrin Lichtenauer, seit langen Jahren Umweltpädagogin im LBV und die freischaffende Künstlerin Christiana Biron, ein ganz neues Konzept.

 

Die Natur gibt in jeder Jahreszeit neue Themen vor. Bewusst wurden die Veranstaltungen auf Februar (Winter), Mai (Frühling), Juli (Sommer) und Oktober (Herbst) gelegt. Immer eine Rolle spielen Sagen und Geschichten. Die Kinder im Grundschulalter nehmen diese begeistert auf und spinnen sie selbst weiter.

Foto: Christiana Biron
© Christiana Biron

Wer Interesse hat, kann sich gerne in einen Email-Verteiler aufnehmen lassen und wird dann über das Programm informiert.


Ansprechpartnerin: Kathrin Lichtenauer, kathrin.lichtenauer@lbv.de

2020

Die erste Veranstaltung von „Kinder – Kunst – Natur“ fand dieses Jahr im Februar in Ammerland statt. Schönes Vorfrühlingswetter begleitete Christiana Biron und Kathrin Lichtenauer zusammen mit einer Handvoll Kindern auf ihrem Ausflug zu einem Waldweiher.

Ziel waren die Teichmuscheln, deren Schalen am Uferrand zu finden waren und die von den Kindern fantasievoll bemalt wurden. Daraus entstanden kleine Schatzkästchen, die zu Hause zum Beispiel für Perlen genutzt werden können. Der Weiher war zum Teil noch zugefroren. Die dünnen Eisplatten verleiteten zu spannenden Versuchen!

 

Leider sind die Folgeveranstaltung der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

Für das nächste Jahr überlegen sich Christiana Biron und Kathrin Lichtenauer die ein oder andere spannende Aktion mit und für Kinder.

Ob dies weiterhin als regelmäßige Reihe stattfindet oder als Einzelveranstaltungen für die LBV-Kinder angeboten wird ist im Moment noch offen – einfach in der Geschäftsstelle nachfragen!

2019 - die Veranstaltungsreihe hat sich etabliert

Dass die Verbindung von Kunst und Natur für Kinder kein Widerspruch ist, im Gegenteil sogar viel Spaß macht, hat sich im letzten Jahr gezeigt und auch dieses Jahr mit vier Veranstaltungen fortgesetzt.

Zur Sommerveranstaltung im Juli fanden sich 9 Kinder am Starnberger See in Seeheim ein, um zusammen mit Christiana Biron und Kathrin Lichtenauer den Salchstattbach Richtung Holzhausen hinauf zu wandern.

Unterwegs wurde ein Barfusspfad gebaut – ohne Schuhe den Boden zu erspüren, war bei der Hitze genau das richtige. Ein wunderschöner Nachmittag!

Fichtenzapfen, Farnblätter, Steine – jedes Feld ein unterschiedliches Erlebnis für die Füße, Foto: Kathrin Lichtenauer
Fichtenzapfen, Farnblätter, Steine – jedes Feld ein unterschiedliches Erlebnis für die Füße, © Kathrin Lichtenauer
Das Matsche-Feld musste natürlich gewässert werden, Foto: Kathrin Lichtenauer
Das Matsche-Feld musste natürlich gewässert werden, © Kathrin Lichtenauer

Die für dieses Jahr letzte Veranstaltung im Oktober war inspiriert vom Landart-Künstler Andy Goldsworthy. Zu Beginn wurde gemeinsam ein Bildband mit seinen Werken betrachtet, und bald zeigte sich, wie auch die Kinder mit einfachen Mitteln und den Farben der Natur vergängliche Kunstwerke im Wald entstehen ließen. Mit wechselweise erzählten Geschichten, diesmal vom Frosch, der auch einmal fliegen wollte und sich Hilfe vom Rotkehlchen holte, und einer Brotzeitpause mit dem „Traditions-Bananenkuchen“ von Christiana verging der Nachmittag wie im Flug.

2018

Die Trolle im Höllgraben machen sich einen Spaß daraus, den Bach aufzustauen – was den Riesen, der in der Schlucht wohnt, sehr ärgert. Vor Zorn reißt er lauter Bäume aus. Einen ganzen Nachmittag lang waren die Kinder damit beschäftigt, den Bach zu öffnen, und entdeckten nebenbei so manche Besonderheiten in der Natur. Dieses spielerische Lernen ist aber auch mit Rücksichtnahme verbunden: wenn wir den Dachs an seinem Bau besuchen und zählen, wie viele Eingänge er gegraben hat, sind wir leise – wir wollen ihn ja nicht erschrecken. Und beim Untersuchen von Wassertierchen oder Bodenlebewesen nehmen wir die Tiere ganz vorsichtig mit einem Pinsel auf, um keines zu verletzen.
Anfangs waren es wenige Kinder. Über Mundpropaganda und Presseberichte wurden es mit jeder Veranstaltung mehr – zuletzt waren 12 Kinder mit dabei! Viele auch zum wiederholten Mal. Bei einer Abschlussbesprechung, ob es ihnen gefallen hat, kam ein einstimmiges „Ja“ – und dass sie auf jeden Fall wiederkommen möchten. Wunschthemen waren „Berge“, „Biber“ oder „was mit richtigen Tieren“. Auch von den Eltern kam ein ausgesprochen positives Feedback.

So wird es auch in 2019 Kinder – Kunst – Natur mit vier Veranstaltungen in vier Jahreszeiten geben. Wie im Jahr 2018, finden diese jeweils am ersten Donnerstag in den Monaten Februar, Mai, Juli und Oktober statt. Und was die Inhalte angeht: zu jeder Veranstaltung gibt es ein Programm. Aber immer gibt es Überraschungen, die die Natur vorgibt und die eigenen Ideen der Kinder, die sich ins Programm verweben – langweilig wird uns so nie.