Ein Tag mit Checker Julian im Moor

Ich staunte nicht schlecht, als eine Anfrage zu uns kam, ob wir mit Checker Julian einen Dreh im Moor machen können. Da konnte ich schon wegen meiner 10-jährigen Tochter Maria nicht „nein“ sagen. Die Vorbereitungen mussten ruckzuck gehen: Die Drehgenehmigung im Landschaftsschutzgebiet, die Organisation von Nebenrollen und die Auswahl der Flächen. Klar, dass wir das Spatenbräufilz aussuchten. Denn auf kleiner Fläche sind alle Moorlebensraumtypen zu finden mit der entsprechenden Artenausstattung.

 

Am Samstagmorgen, den 13. Juni 2020, war es dann so weit. Wir – damit meine ich die kleine Gruppe vom LBV und meine Tochter Maria wurden strahlend von Julian begrüßt. Zunächst einmal war ich verwundert, dass der Hauptdarsteller und ich nicht „abgepudert“ wurden. Nach meinem Einsatz mit der Motorsäge und natürlich dem Schutzhelm, habe ich dann auch mit zerzausten Haaren einfach weiter gemacht. Mit dem vierköpfigen Film-Team vom BR ließ es sich hervorragend zusammenarbeiten. Den ganzen Tag verbrachten wir bei großer Hitze im Spatenbräufilz. Wie ich erfahren habe, wird bei jedem Wetter mit Checker Julian gedreht, außer wenn Gefahr besteht.

 

Die ca. 14-minütige Sendung ‚Mission Moor-Rettung | Eine CheXpedition mit Checker Julian‘ wurde am 16. Oktober 2020 auf KiKA gesendet und kann in der Mediathek oder auf YouTube abgerufen werden. Und was Julian im Moor ganz zum Schluss passiert, verrate ich hier nicht.

Torfmoose können viel Wasser speichern (Checker Julian und Gebietsbetreuerin Birgit Weis), Foto: Jonas Egert
Torfmoose können viel Wasser speichern (Checker Julian und Gebietsbetreuerin Birgit Weis), © Jonas Egert

Danke an Inge, Kirsten, Eric und Hendrik vom LBV sowie Maria für die Übernahme der Nebenrollen und an Max, Jonas, Tim und Pius vom Film und natürlich an den Hauptdarsteller Julian. Unterstützt hat mich auch meine Freundin Katl, die mit mir das Drehbuch durchgegangen ist. Loben möchte ich Joachim und Christa von der unteren Naturschutzbehörde, die in der Eile das Filmen im Landschaftsschutzgebiet ermöglicht haben. Ja und ohne den LBV hätte ich das alles nicht erlebt. Ich freue mich, dass ich in meinem Job immer wieder so spannende Erfahrungen machen darf.

 

Es hat viel Freude gemacht und ich hoffe, dass Julian und ich den Zuschauern - vorrangig Kindern im Altern von 5 bis 10 Jahren - das Moor ein bisschen näher bringen können.

 

Birgit Weis